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Fasskipper für den Ex-Schutzbereich

26.11.2014

Proplan punktet mit kundenspezifischen Sonderlösungen

Die Nachfrage nach kundenspezifischen Lösungen steigt. Dass dieser Trend auch für explosionsgeschützte Flurförderzeuge gilt, bestätigte Herbert Kunkel, Geschäftsführer der Proplan Transport- und Lagersysteme GmbH (Proplan), Tochterunternehmen von Linde Material Handling (MH), auf einer Presseveranstaltung Anfang November in Aschaffenburg. Als Beispiel nannte er den „Fasskipper“, ein Fahrzeug, das in zwei verschiedenen Ausführungen für die Chemie- und Pharmaindustrie entwickelt wurde und mit dem sich offene oder geschlossene Fässer mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm greifen und kippen lassen.

Die Basis beider Sonderlösungen für explosionsgeschützte Bereiche bildet ein Linde-Hochhubwagen, der über eine gekürzte Radbasis verfügt. Das Fahrzeug erlaubt die Kombination mit verschiedenen Anbaugeräten, um Fässer greifen und kippen zu können. Dabei werden Fahrzeug und Anbaugerät jeweils als abgestimmte Einheit geliefert.

Mit Hilfe des ex-geschützten Fasskippers, einer speziellen Kundenlösung, lassen sich offene Fässer greifen sowie bestimmte Mengen auf einer Waage dosieren und abfüllen. Das Handling erleichtert eine Fernbedienung die aus Sicherheitsgründen als Zwei-Hand-Bedienung ausgeführt ist.

Eine erste Geräteausführung mit kombiniertem Greif- und Kippanbaugerät konzipierten die Entwickler für ein Chemieunternehmen, um in Ex-Schutzzone 1 geschlossene Fässer mit Spundöffnung und einem Durchmesser von 300 bis 600 Millimeter Durchmesser aufnehmen, transportieren und zwischen null und 180 Grad schwenken zu können, um den Inhalt in eine Maschine zu füllen. Das Fahrzeug bewegt der Bediener über die lange, tief angebrachte Deichsel, durch welche er sich stets in einem grossen Abstand zum Fahrzeug befindet. Zudem ist die Deichsel so konzipiert, dass der Bediener sie sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand betätigen kann und sie seine Hände vor Verletzungen schützt. Alle hydraulischen Funktionen des Anbaugerätes wie Greifen, Heben oder Drehen steuert er über feinfühlige Handhebel, die gut erreichbar auf der druckfest geschützten Batterieabdeckung montiert sind. Mithilfe dieser Handhebel lassen sich auch Fässer sicher aufnehmen, die nicht exakt auf der Palette platziert sind. Um Fehlbedienungen des Gerätes zu vermeiden, ist bei allen sicherheitsrelevanten Funktionen eine Zwei-Hand-Bedienung erforderlich. Für eine gute Manövrierfähigkeit sorgt zudem die kurze Bauweise, die bis zum Gabelrücken (l2-Mass) weniger als 900 Millimeter beträgt. Zwei grosse Lasträder schaffen Bodenfreiheit und erlauben auch Fahrten über Schwellen und Bodenunebenheiten. Je nach Deichselposition passt die Funktion „SafetySpeed“ zudem automatisch die Fahrgeschwindigkeit an.

Eine zweite Ausführung des ex-geschützten Fasskippers wurde für einen Kunden aus der Pharmaindustrie entwickelt. Die Aufgabenstellung bestand darin, mit dem Fahrzeug in der Ex-Schutzzone 2 offene Fässer ebenfalls zu greifen sowie anschliessend bestimmte Mengen auf einer Waage zu dosieren und abzufüllen. Zudem sollte der Bediener den Abfüllprozess beobachten. Das um 100 Millimeter längere Fahrzeug mit einer Tragfähigkeit von ebenfalls 300 Kilogramm verfügt jedoch nicht über Handhebel zur Steuerung der Hydraulik, sondern über eine Fernbedienung mit Zwei-Stufen-Taster. Auch diese ist aus Sicherheitsgründen als Zwei-Hand-Bedienung ausgeführt.

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Presse-Ansprechpartner:
Janine Rossi: janine.rossi@linde-mh.ch / Tel. 044 835 23 05

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