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Explosionsschutz aus der Serie

19.02.2013

Linde Material Handling zeigt neuen Elektrostapler in Ex-Ausführung

Die neuen Elektrostapler Linde E25 Ex bis E35 Ex mit Tragfähigkeiten von 2,5 bis 3,5 Tonnen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen sind die ersten ex-geschützten Geräte des Flurförderzeugherstellers, die parallel und nicht erst im Anschluss zu den Serienmodellen entwickelt wurden. Auf der LogiMAT 2013 in Stuttgart stellt Linde Material Handling (MH) jetzt das für die Atex Zone 1 zertifizierte Modell vor. Gebaut wird es von der Tochtergesellschaft proplan Transport- und Lagersysteme GmbH mit Sitz in Aschaffenburg, in unmittelbarer Nähe zum Fertigungswerk von Linde Material Handling.

Höchster Sicherheitsstandard

Für den Einsatz von Flurförderzeugen in der sogenannten Ex-Schutz-Zone 1 gelten hohe Sicherheitsanforderungen, denn dort kann sich immerhin gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. Die Drehstrommotoren der Elektrostapler für Fahrantrieb und Hubhydraulik sind deshalb ebenso wie die Elektronik in druckfest gekapselten Gehäusen untergebracht. Zudem werden Motoren, Hydraulikventil, Lüfter und Elektronik temperaturüberwacht. Eine Vergusskapselung schützt die Bremsventile. Da vom Stapler keine Funkenbildung ausgehen darf, verfügen die elektrisch leitfähigen Reifen über lackfreie Stellen an den Felgen und die Gabelzinken sind messingbeschichtet.

Ex-Varianten sind ergonomisch und leistungsstark

Obwohl sie höchsten Sicherheitsstandards genügen, stehen die explosionsgeschützten Varianten des Elektrostaplers ihren Pendants aus der Serie in Sachen Ergonomie und Leistung in nichts nach. Für mehr Komfort sorgt erstens die weiter verbesserte Abkopplung der Antriebsachse. Federschwingen an der Antriebsachsaufhängung mildern Stösse in gleicher Art und Weise ab, wie man es von Motorrädern oder voll gefederten Fahrrädern kennt. Zudem verfügen die neuen Modelle zweitens über einen luftgefederten Sitz mit zusätzlicher Polsterung und breiterer Sitzfläche, um ebenfalls Humanschwingungen und Vibrationen vom Fahrer fernzuhalten. Durch eine spezielle Neigezylinderstütze, welche die auf den Hubmast einwirkenden Kräfte abgeleitet, konnten drittens die Profile der A-Säule schlanker ausgeführt werden und erschliessen dem Fahrer rechts und links ein grösseres Sichtfeld. Weiterentwickelt wurde viertens auch die Armlehne, in welche die Linde-Load-Control integriert ist. Sie kann nun über eine Ein-Punkt-Verstellung am vorderen Ende gleichzeitig horizontal und vertikal justiert werden. Fünftens wurde die Batterieladeanzeige zur Restfahrtanzeige weiterentwickelt, die dem Fahrer minutengenau anzeigt, wann die Batterie gewechselt bzw. geladen werden muss. Das druckfest gekapselte Multifunktionsdisplay informiert über den Betriebszustand des Staplers und wird über zwei induktive Taster bedient.

Patentiertes Heizsystem

Neu ist bei den Linde-Elektrostaplern in Ex-Ausführung zudem das patentierte, gekapselte und explosionsschutzgeprüfte Heizsystem, welche durch Wärmestrahlung, d. h. analog eines Kachelofens, funktioniert. Eine Platte aus speziellem Material speichert die Wärme und gibt sie anschliessend gleichmässig ab. Dass sämtliche Schalter von normaler Bauart sind, dafür sorgt eine besondere Sicherheitstechnik. Zudem tragen die verbauten Serienteile dazu bei, dass der Ex-Stapler die gleiche Anmutung und Ergonomie wie die Standardstapler hat.

Auf der LogiMAT 2013 stellt Linde Material Handling (MH) die für die Atex Zone 1 zertifizierten Elektrostapler Linde E25 Ex bis E35 Ex mit Tragfähigkeiten von 2,5 bis 3,5 Tonnen vor.

Für ein hohes Mass an Sicherheit und zuverlässige Bodenhaftung auch bei schlechter Witterung sorgt die erste serienmässige Traktionskontrolle für Gabelstapler. Sie leitet die Antriebskraft individuell auf die beiden Elektromotoren und sichert auf diese Weise selbst dann Zugkraft, wenn ein Rad durchdrehen sollte. Für sicheres Halten an Rampen und Steigungen sorgt die automatisch einfallende Handbremse, welche beim Absteigen des Fahrers sicher und schnell reagiert.

Ressourcenschonend und betriebskostengünstig sind die langen Serviceintervalle. Beispielsweise steht ein Hydrauliköl-Wechsel nur alle 6.000 Betriebsstunden an. Ohnehin wartungsfrei sind die gekapselten Drehstrommotoren und zur täglichen Batteriekontrolle lässt sich der Sitz mit Batteriehaube einfach zurückklappen, wodurch ein guter Zugang zu allen wichtigen Komponenten gewährleistet ist.

Linde Ex-Stapler made by proplan

Die proplan Transport und Lagersysteme GmbH ist bereits seit 1984 auf die Konstruktion und den Bau von Ex-Staplern spezialisiert. „Wir unterscheiden uns von anderen Ex-Stapler-Anbietern, die entweder Seriengeräte umrüsten oder ausschliesslich Ex-Stapler fertigen, dadurch, dass unsere Produkte sowohl aus Serien-Komponenten als auch aus selbst gefertigten, explosionsgeschützten Komponenten bestehen“, erklärt proplan-Geschäftsführer Herbert Kunkel. „Das verschafft uns Kostenvorteile den reinen Ex-Staplerherstellern gegenüber, denn wir brauchen nicht alle Komponenten neu entwickeln, sondern können viele Teile aus der Serie nutzen. Gleichzeitig verschafft es uns Vorteile gegenüber den sogenannten Umrüstern, denn wir bauen nicht erst ein fertiges Serienfahrzeug auseinander und dann wieder zusammen, sondern montieren den Ex-Stapler nur einmal. Alle sicherheitsrelevanten Teile bauen wir selbst, die übrigen Teile stammen aus der Serienfertigung.

Um sich die Vorteile dieses Konzeptes noch weiter zu Nutze zu machen, wurden die Anforderungen der Ex-Stapler bei der Entwicklung der aktuellen Elektrostaplerbaureihe von Anfang an in das Lastenheft der Entwickler aufgenommen. „Das hat den Vorteil, dass wir neueste Technik von Linde viel schneller für die Ex-Staplermodelle verfügbar machen können. Zudem sparen wir uns aufwändige Entwicklungsarbeiten, die in der Vergangenheit nötig waren, um aus dem fertigen Seriengerät eine Ex-Variante zu konstruieren“, schildert Geschäftsführer Kunkel. Die erzielten Effizienzverbesserungen investiert er lieber in die Sicherheit und Qualität der Ex-Geräte. „Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht“, schildert Kunkel. Deshalb soll die abgestimmte Entwicklung zukünftig für alle Linde-Baureihen gelten, die es in Ex-Ausführung gibt.

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Pressekontakt:
Mona Stahl
Tel: 044 835 23 00
Fax: 044 835 23 20
E-Mail: mona.stahl@linde-lansing.ch

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