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Linde Material Handling setzt auf nachhaltiges Wachstum

14.02.2012

  • Dynamisch wachsende Märkte im strategischen Fokus
  • Stärkung der Vertriebs- und Serviceorganisation
  • Wegbereiter für Elektro-Mobilität

„2011 war für Linde Material Handling ein außerordentlich gutes Jahr!“ Theodor Maurer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Linde Material Handling GmbH zeigte sich auf der diesjährigen Pressetagung in Stuttgart sehr zufrieden. „Wir konnten in allen wichtigen Märkten deutlich zweistellig wachsen“, führte Maurer vor den Journalisten aus Deutschland, Österreich und Schweiz aus. Zugpferde waren vor allem der deutschsprachige Markt, Russland, China und Südamerika. Genaue Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 werden Ende März durch die KION Group, zu der LMH gehört, veröffentlicht.

„Der Erfolg des Geschäftsjahres wurde zum einen getragen durch die deutliche Markterholung - der Weltmarkt für Flurförderzeuge erreichte mit 977.000 Einheiten ein neues Rekordniveau - und zum anderen durch unsere zahlreichen Produktinnovationen, die hervorragend im Markt eingeschlagen sind“, so Maurer. „Vor allem die neue E-Stapler-Baureihe hat unser Geschäft in Deutschland und Europa beflügelt.“

Für 2012 zeigt sich Maurer optimistisch. Gleichwohl heiße es angesichts der Turbulenzen im Euro-Raum „wachsam sein und konsequent auf die eigenen Stärken bauen.“

Langfristig will sich Maurer mit dem Erreichten nicht zufrieden geben. „Das gesamte Unternehmen wird auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet.“ Dazu gehören in den nächsten Jahren eine Vielzahl neuer energieeffizienter Produkte und Services und eine deutliche Stärkung der Vertriebs- und Serviceplattform – vor allem in den so genannten „emerging markets“.

So wurde im vergangenen Dezember das Geschäft des russischen LMH-Händlers Liftec übernommen und eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet. Die Übernahme des Liftec-Geschäfts in Kasachstan konnte Ende Januar unter Dach und Fach gebracht werden. „In den Märkten Russland und Zentralasien sehen wir für Linde große Wachstumspotentiale, die wir im Besonderen durch die Einführung von speziell auf die Erfordernisse dieser Märkte zugeschnittener Produkte und Services heben wollen“, Maurer. Russland stellt mit mehr als 23.000 verkauften Neufahrzeugen bereits den fünftgrößten Markt für Flurförderzeuge in Europa dar.

Auch in China stärkt Linde MH seine Marktpräsenz. Dazu wurde zum Beispiel im Linde-Werk in Xiamen/China ein neues Entwicklungszentrum in Betrieb genommen. „Für die weitere Markterschließung in den „emerging markets“ ist Entwicklung vor Ort beim Kunden unerlässlich, um wirklich markt- und kundengerechte Produkte und Services anbieten zu können“, erklärt Maurer die Strategie des europäischen Marktführers.

In Südamerika schließlich erwartet Maurer durch die neue Produktionsstätte und Vertriebs- und Serviceniederlassung in Sao Paulo noch bessere Chancen, am Wachstum in Südamerika teilhaben zu können.

Dass Linde Material Handling mehr als nur das Geschäft mit Flurförderzeugen ist, zeigte das Geschäftsfeld Linde Hydraulics. Maurer zeigte sich „sehr zufrieden“ über die Entwicklung von Linde Hydraulics. „Auch unser externes Hydraulikgeschäft hat sich in 2011 hervorragend entwickelt.“ Neben neuen Pumpen, Ventilen und Steuerungen, die u.a. auf der Agritechnica vorgestellt wurden, profitierte Linde Hydraulics von der Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner Eaton, dem mittlerweile zweitgrößten Kunden nach den hauseigenen Staplern.

Externes Geschäft zu generieren und gleichzeitig die Technologiestärke des Unternehmens zu verdeutlichen kommt einem neuen Geschäftsfeld des Unternehmens zu: Elektrische Antriebe und Systeme.

In den vergangenen Jahrzehnten hat das Linde MH-Geschäftsfeld Linde Hydraulics neben der Entwicklung hydrostatischer Antriebe für Flurförderzeuge sowie Bau-, Forst- und Landmaschinen eine umfangreiche Technologiekompetenz im Bereich elektrischer Antriebe erworben. Gerade in der Mobilhydraulik gibt es kaum noch ein Antriebssystem ohne Elektronik, die als das „Gehirn“ der hydraulischen Muskeln“ genutzt wird.

Parallel dazu stellt Linde MH seit vierzig Jahren mit großem Erfolg Elektro-Stapler her. Die Antriebstechnik, Elektronik und Steuerung sind zigtausendfach bewährt und konsequent im Unternehmen weiter entwickelt worden. Zum Produktprogramm gehören Elektromotoren mit Leistungen von 1 bis 35 kW, die in den Staplern und Lagertechnikgeräten eingebaut werden. Rund 400.000 Motoren werden so jährlich gefertigt. Darunter sind auch innovative Antriebssysteme wie z. B. elektronisch geregelte Kompaktantriebe für „Steer by wire“-Funktionen, bei denen Motor, Getriebe, Steuerung, Leistungselektronik und Sensorik in einer Baueinheit integriert werden. In Zusammenarbeit mit den „Stapler“- Entwicklern entstehen so immer wieder neue praxisgerechte Lösungen.

„Know-how und Technik bei elektrischen Antrieben werden seit 2010 auch externen Kunden zur Verfügung gestellt. Und die daraus gewonnen Erkenntnisse fließen selbstverständlich wieder in unsere Entwicklung ein“, verdeutlicht Maurer den gewünschten Technologietransfer. „Dabei orientieren wir uns an Anwendungen mit Leistungsanforderungen, die wir mit unseren Motoren, Umrichtern und Steuerungen bereits erfolgreich darstellen.“

War die Entwicklung eines mit Staplerkomponenten (Elektro-Hubmotor, Li-Ionen-Batterie und Elektronik) angetriebenen Elektro-Karts, das unlängst einen Weltrekord in der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,45 Sekunden aufgestellt hat, noch ein rasantes Show-Objekt, so sind das Zwei-Wege-Elektro-Rangiergerät „Rotrac E 2“ der Firma Zwiehoff, der auf einem FIAT 500 basierenden Kleinwagen „new500E powered by Linde Material Handling“ der Firma KARABAG aus Hamburg sowie E-Antriebe für agrartechnische Produkte bereits Anwendungen in Serie, denen weitere folgen werden, so Maurer weiter, „zum Beispiel auch Stellantriebe für Solarpanel für ein Großprojekt in Südamerika.“

Linde Material Handling gehöre damit zu den Wegbereitern der E-Mobilität und leiste damit einen wertvollen Beitrag auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Neben weiteren Schwerpunkten wie Sicherheit und Kundenorientierung werde das Thema Nachhaltigkeit zu einer tragenden Säule des Unternehmens ausgebaut. „Dabei geht es uns nicht um ein green washing, sondern um die Vereinbarkeit von Ökologie und Wirtschaftlichkeit. Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass wir uns immer wieder gegenüber unseren Kunden beweisen müssen: Durch Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Nutzen. Damit wir auch künftig die beste Staplermarke Deutschlands* und weltweit bleiben können“, setzt Maurer dem Unternehmen hohe Ziele.

*Quelle: Image-Ranking 2011, VerkehrsRundschau

Die Linde Material Handling GmbH mit Unternehmenssitz in Aschaffenburg zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Staplern und Lagertechnikgeräten und ist gleichzeitig einer der bedeutendsten Produzenten von hydrostatischen und elektrischen Antrieben, die sowohl in den eigenen Staplern sowie in Bau-, Land- und Forstmaschinen zum Einsatz kommen. Die Linde Material Handling GmbH ist Teil der KION Group, die Marktführer für Flurförderzeuge in Europa ist und weltweit an zweiter Stelle steht. Linde Material Handling beschäftigt weltweit ca. 12.500 Mitarbeiter und erzielte 2010 einen Jahresumsatz von ca. 2,25 Mrd. Euro.

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Pressekontakt:
Detlef Sieverdingbeck: +49 (0) 6021/991407
E-Mail: detlef.sieverdingbeck@linde-mh.de

Heike Oder: +49 (0) 6021/991277
E-Mail: heike.oder@linde-mh.de

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