Schweiz
Home

Automatisierung nach Mass

03.05.2011

Linde MH zeigt Lösungen zur Automatisierung des innerbetrieblichen Materialflusses

Steigende Personalkosten und verstärkte Effizienzbemühungen haben das Kundeninteresse an Lösungen zur Automatisierung des innerbetrieblichen Materialflusses wachsen lassen. Linde Material Handling (Linde MH) bietet zukünftig zwei verschiedene Lösungen mit automatisierten Flurförderzeugen an.

Bereits etabliert sind vollautomatisierte Schmalgangstapler, Hochhubwagen oder Schlepper, die lasergesteuert, induktiv oder mechanisch navigiert werden und über eine integrierte Schnittstelle für den Automatikbetrieb verfügen. In Zusammenarbeit mit bevorzugten Partnern von Fahrerlosen Transportsystemen entwickelt Linde MH komplexe automatisierte Lagerlösungen mit Flurförderzeugen, die über Personenschutz, Konturenkontrolle, Einlagerungshilfe, Fahrzeugkoordination und Verkehrsregelung verfügen. In Ergänzung dessen erweitert zukünftig ein sichtgesteuerter Roboter-Stapler das Angebot an automatisierten Lösungen um ein einfaches, flexibles Konzept. Ein erstes Fahrzeug, welches in Zusammenarbeit mit der Seegrid Corporation entstanden ist, stellt Linde MH auf der CeMAT 2011 vor. Es ist der Prototyp eines automatisierten Schleppers mit der Bezeichnung Linde P50 C. Diese innovative Produktlösung und weitere Fahrzeugtypen sollen kurzfristig als Serienlösung verfügbar sein. Der Schlepper bewegt sich frei innerhalb festgelegter Räume und kommt dabei ohne Laserscanner oder Induktionsführung im Boden aus.

Voraussetzung für wirtschaftliche, vollautomatisierte Lösungen sind generell Innen-Anwendungen mit mindestens zwei Vollschichten, zudem werden geeignete Ladehilfsmittel samt gesichertem Transportgut benötigt. Auch die Umgebungsbedingungen sowie die Fussbodenbedingungen müssen passen. Sind alle diese Kriterien erfüllt, können fahrerlose Staplersysteme eine wirtschaftliche Alternative zu vollständig automatisierten Regalbediengeräten auf der einen Seite oder rein manuellem Flurförderzeugbetrieb auf der anderen Seite sein. Die Vorteile fahrerloser Staplersysteme liegen dabei insbesondere in der flexiblen Lager- und Gerätenutzung. Auf Wunsch erfüllen die Geräte rund um die Uhr führerlos ihren Dienst, lassen sich aber bei Bedarf auch manuell, d.h. mit Fahrer, einsetzen. Durch die Automatisierung ergibt sich ein schonenderer Betrieb mit längerer Lebensdauer der Fahrzeuge und einer deutlichen Reduzierung von Gewaltschäden. Wartung und Service erfolgen aus einer Hand durch den ortsansässigen Linde-Vertragspartner.

Die zukünftig von Linde MH in Zusammenarbeit mit der Seegrid Corporation angebotenen, sichtgesteuerten Roboter-Stapler, wie beispielsweise der Schlepper P50C, verwenden ein dreidimensionales Abbild der Lager- oder Werkshalle, um sich zu orientieren. Die Programmierung ist in wenigen Arbeitsschritten erledigt: Ein Bediener geht bzw. fährt mit dem Gerät die Räumlichkeiten ab, in denen das Fahrzeug zum Einsatz kommen soll. Dabei fotografieren die auf dem Gerät installierten Kameras die Umgebung. Diese Bild-Informationen werden anschliessend in ein komplettes dreidimensionales Abbild mit Wegen für den Roboter-Stapler umgewandelt. Die Steuerung des Gerätes hat somit alle wichtigen Koordinaten verfügbar und folgt von nun an zuverlässig den vorher abgeschrittenen Wegen. Wie bei einem Computerspiel können sich die Spieler nach der Programmierung frei durch virtuelle Szenarien bewegen. Die Vorteile des sichtgesteuerten Roboter-Staplers liegen in der kurzen Einrichtungszeit und den flexiblen Anpassungsmöglichkeiten, wodurch die Kosten pro Stunde und Auftrag beträchtlich unter denen von grossen automatisierten Lösungen mit Induktionsschleifen oder Lasern und Laserreflektoren liegen. Auch der Wartungs- und Serviceaufwand ist wesentlich geringer. Gleichzeitig gelten viele allgemeine Vorzüge von Automatisierungslösungen auch für die sichtgesteuerten Roboter-Stapler: Prozesse lassen sich verstetigen und einer grösseren Regeltreue unterwerfen. Zudem ergeben sich positive Effekte für die Arbeitssicherheit und nicht zuletzt die Produktivität im Lager. Die Technologie ist bereits erprobt und lässt sich in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren. Als mögliche Einsatzgebiete gelten Ver- und Entsorgung in Fertigung und Montage sowie Distributionsaufgaben vom Streckentransfer über Wareneinlagerungen und –auslagerungen, Nachschubversorgung sowie Versand.

download Download Pressemitteilung (ZIP, 206 kB)

Pressekontakt:
Mona Stahl, Marketing LINDE LANSING FÖRDERTECHNIK AG
Alte Dübendorferstrasse 20, CH-8305 Dietlikon, Fon: +41-(0)44-835-23-00,
Fax: +41-(0)44-835-23-20, Mail: mona.stahl@linde-lansing.ch

zurück

hoch