Schweiz
Home

Linde Material Handling präsentiert Logistikzug auf der Messe LogiMAT 2011

08.02.2011

Effizienzschub für die Produktionslogistik

Mit dem Logistikzug bringt Linde Material Handling zur Messe LogiMAT ein neues Produkt zur Optimierung der Produktionslogistik auf den Markt. Der Linde-Logistikzug besteht aus einem Schlepper Linde P 50 C mit 5 Tonnen Zugkraft inklusive Hänger-Bedieneinheit sowie vier „intelligenten“ Lastanhängern, die aus einem Stahlrahmen mit sechs Rollen, einer leisen und umweltfreundlichen elektrischen Hubvorrichtung für Paletten-Fahrgestelle, den so genannten Dollies, sowie einer Deichsel mit Anhängerkupplung bestehen. Dabei schiebt der Bediener befüllte Dollies in die Lastanhänger und hebt diese per Knopfdruck bodenfrei an. Am Zielort wird der Dolly abgesenkt und auf die vorgesehene Fläche geschoben. Auf seiner Fahrtroute bedient der Logistikzug verschiedene Be- und Entladepunkte.

Der Linde-Logistikzug stellt Produktionslogistikern höhere Umschlagleistungen und ein größeres Transportvolumen in Aussicht. Grund sind optimierte Logistikabläufe, welche die Anlieferung immer kleinerer Einheiten/Behälter in größerer Frequenz erlauben und damit die in der Fertigung gültigen „Just in time“- sowie „Just in sequence“- Prinzipien noch besser bedienen. Durch geringere Schwankungen bei der Materialbereitstellung am Montageband wird der Warenfluss gleichmäßiger und kontinuierlicher. Dabei sinkt durch die gleichzeitige Versorgung mehrerer Materialbehälter im Logistikzug die Anzahl der innerbetrieblichen Fahrten.

Als vorteilhaft erweist sich zudem die reduzierte Unfallgefahr, denn mit dem Logistikzug verbindet sich häufig ein Einbahnstraßenverkehr, der schmalere Gänge erlaubt und damit mehr Fläche für wertschöpfende Prozesse schafft. Das mit dem Logistikzug verbundene System der fortlaufenden Belieferung synchronisiert Beschaffung und Verbrauch konsequent weiter, wodurch sich Zwischenlager und Lagerbestände reduzieren lassen und die Kosten der Materialbereitstellung insgesamt sinken.

An der Spitze des Logistikzuges steht der Kompaktschlepper Linde P50C, welcher von einem leistungsstarken 3 kW Drehstrommotor angetrieben wird und speziell für den Einsatz in schmalen Arbeitsgängen entwickelt wurde. Die Anhänger des Logistikzuges sind langzeitstabil ausgeführt. Durch ihre Konstruktionsweise mit umlaufendem Stahlrahmen sowie der Hubvorrichtung für die Last- bzw. Behälter-Dollies ist die Ladung beim Transport bestens geschützt, Verschleiß von Rädern und Bodenbeschädigungen werden vermieden. Die Trailer verfügen über eine Mittelachslenkung mit zusätzlichen Schwenkrollen und können Behälter mit Abmessungen von 1.200 x 800 Millimetern, 1.200 x 1.000 Millimeter oder 1.000 x 600 Millimeter aufnehmen. Die Tragfähigkeit der Anhänger liegt bei 1.000 (LT 10) bzw. 1.600 kg (LT 16) pro Hubeinrichtung.

Die Hubvorrichtung funktioniert elektrisch und arbeitet dank Spindelantrieb leise und verschleißarm. Die spurgeführten Hänger verschaffen dem Logistikzug einen kleinen Wenderadius. Aus Sicherheitsgründen ist der Zug bei abgesenkter Gabel/abgesenktem Dolly elektrisch verriegelt. Flexibilität bietet der Logistikzug durch die Anpassungsfähigkeit auf unterschiedliche Behälter oder Einsatzanforderungen.

„Mit dem Logistikzug gibt Linde Material Handling den Kunden das nötige Instrument an die Hand, mit dem sie ihre Produktionslogistik nach dem aktuellen Stand der Technik organisieren können“, fasst Ralf Dingeldein, Leiter des Bereiches Neufahrzeuge bei Linde MH, die Entwicklung zusammen. „Unsere Lösung zahlt auf das übergeordnete Ziel einer fehlerfreien Fertigung ein. Gleichzeitig steigt mit dem Logistikzug die Sicherheit beim Materialtransport, während die Zahl an benötigten Fahrzeugen und Bedienern sinkt.“

In der Fahrzeugmontage des Aschaffenburger Werkes von Linde MH wurde der Logistikzug bereits auf Herz und Nieren getestet. „Wir nutzen ihn bereits für Rundverkehre und Direktbereitstellungen am Montageband“, so der zuständige Produktmanager Alexander Schmidt. „In Zukunft werden alle benötigten Materialien nach dem „Milkrun-Prinzip“ auf Lastgestellen direkt und „Just in sequence“ am Band zur Verfügung gestellt.“ Durch das Einsetzen der Lasten oder Behälter in Fahrgestelle bzw. Dollies ist am Übergabeplatz kein weiteres Handlinggerät wie Hubwagen, Stapler oder ähnliches notwendig. Das gewünschte Material wird einfach auf die Ziel-Position gerollt. Dabei können Materialversorgung und Leergut-Entsorgung mit ein und demselben Logistikzug erledigt werden.

zurück

hoch